Der Unidas-Preis

Banner Image
Unidas award banner

 

Über den Preis

Der Unidas-Preis für Frauenrechte und Demokratie wird jährlich an Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen verliehen, die herausragende Beiträge zur Förderung von Frauenrechten und Demokratie in Lateinamerika und der Karibik geleistet haben. Der Preis würdigt all jene, die sich mit besonderem Mut und Ausdauer für die Geschlechtergleichheit einsetzen.

Die Vergabe erfolgt auf Grundlage der Entscheidung einer unabhängigen Jury, die sich aus den Mitgliedern des Unidas-Beirats und der Vorsitzenden von Unidas zusammensetzt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Jury entscheidet nach den Kriterien Relevanz, Wirkung, Innovation, Nachhaltigkeit und besondere Herausforderungen.

 

Frühere Preisträgerinnen

Preisträgerin 2024: María Angelina Aspuac

Award photo Unidas prize 2024

 

2024 ehrten wir mit großem Stolz María Angelina Aspuac, eine Maya-Kaqchikel-Aktivistin aus Guatemala, mit dem Unidas-Preis für Frauenrechte und Demokratie. Angelina setzt sich unermüdlich für die wirtschaftlichen Rechte indigener Frauen ein, insbesondere in ihrer Arbeit mit Weberinnen zum Schutz traditioneller Textilien und zur Bekämpfung von Ausbeutung.

Als Gründerin der Movimiento Nacional de Tejedoras und Mitglied der Women's Association for the Development of Sacatepéquez (AFEDES) leitet sie Initiativen zum Schutz geistiger Eigentumsrechte und zur Bewahrung indigenen Kulturerbes.

 

Preisträgerin 2023: Francia Márquez

Francia Márquez with Annalena Baerbock and members of Unidas Network (June 2023)

 

Zum Abschluss der Unidas-Woche 2023, die vom 6. bis 8. Juni 2023 in Cali, Kolumbien, stattfand, überreichte die deutsche Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock, den Unidas-Preis für Frauenrechte und Demokratie an die Vizepräsidentin von Kolumbien, Francia Márquez. Während der Zeremonie erwähnte Ministerin Baerbock, dass "wir wissen, dass unsere Länder sicherer sind, wenn alle die gleichen Rechte, Ressourcen und Repräsentanz haben". 

Damit wird Márquez' Engagement gegen strukturellen Rassismus und die Benachteiligung von Frauen in Kolumbien gewürdigt. Ihre Arbeit als soziale Führungspersönlichkeit, Umweltaktivistin, Menschenrechtsverteidigerin und Feministin hat sie dazu gebracht, sich mit Themen wie illegalen Bergbau und der Vertreibung aufgrund des bewaffneten Konflikts in ihrem Land auseinanderzusetzen. Im August 2022 wurde sie Kolumbiens erste Vizepräsidentin afrikanischer Abstammung.

Die Unidas-Woche 2023 bot Mitgliedern des Netzwerks die Gelegenheit zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch über Themen wie Frieden und Sicherheit, Klimakrise, Zugang zur Justiz, Migration sowie Gender und Vielfalt. Auf diese Weise bekräftigen wir unser Engagement, Frauen aus Lateinamerika und der Karibik mit Deutschland zu vereinen, um Gesellschaften zu schaffen, die Chancengleichheit und echte Geschlechtergerechtigkeit bieten.

 

Preisträger*innen 2022: #NiUnaMenos

Pia Castro, Hinde Pomeraniec, Mariana Carbajal, Ana Correa, Ingrid Beck, Annalena Baerbock

 

Nachdem 2015 schwere Fälle von Gewalttaten gegen Frauen und Frauenmorde bekannt geworden waren, zogen in Argentinien und später in der ganzen Region tausende Menschen auf die Straßen, um gegen Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Dies war die Geburtsstunde der Bewegung #NiUnaMenos („nicht eine weniger“). Was mit einem Tweet und einer Gruppe von Journalistinnen begann, ist inzwischen zu einer der weltweit größten und bekanntesten Bewegungen gegen die Unterdrückung von Frauen geworden.

Wir gratulieren #NiUnaMenos zum ersten Unidas-Preis für Frauenrechte und Demokratie!