Nodal-Points sind besonders engagierte Mitglieder, die sich freiwillig für die Ziele des Netzwerks einsetzen. Derzeit hat Unidas in 13 Ländern Nodal-Points. Diese unterstützen die Kommunikation und den Informationsaustausch zwischen Mitgliedern und thematischen oder regionalen Gruppen, organisieren Aktivitäten und koordinieren Treffen in ihren Ländern in Zusammenarbeit mit dem Unidas-Koordinationsteam und dienen als direkte Ansprechpartner für deutsche Auslandsvertretungen.
Argentinien | Natalia Gherardi
Natalia Gherardi ist eine argentinische Anwältin mit Diplom von der Universität Buenos Aires. Seit 2007 ist sie Geschäftsführerin von ELA (Equipo Latinoamericano de Justicia y Género) (Lateinamerika Team für Gerechtigkeit und Gleichstellung). Außerdem lehrt Gherardi als Professorin an der Universität von Buenos Aires, der Nationalen Universität von Lanús und der Nationalen Universität de la Plata. Sie veröffentlichte zudem Werke über folgenden Themen: Arbeit und Pflegepolitik, sexuelle und reproduktive Rechte und Gewalt gegen Frauen.
Bolivien | Gladys Lorena Terrazas Arnéz
Gladys Lorena Terrazas Arnéz ist Klimaexpertin, Sozialforscherin und Moderatorin von Konflikttransformationsprozessen. Sie hat Berufserfahrung in internationalen Organisationen und im Public Management. Seit über zehn Jahren arbeitet sie mit indigenen Gemeinschaften in Amazonas Biomen und im Gran Chaco zusammen. Derzeit engagiert sie sich an der Internationalen Agenda für Nachhaltige Entwicklung 2030 und an der Bekämpfung des Klimawandels mit einem menschenrechtsbasierten Ansatz. Ihre Hauptkompetenz liegt im Management sozialer und ökologischer Projekte sowie in der Stärkung interkultureller und gemeinschaftlicher Demokratie.
Brasilien | Virginia Gavilanes
Virginia Gavilanes ist Leiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Deutschen Generalkonsulat in Rio de Janeiro, wo sie strategische Kommunikation an der Schnittstelle von diplomatischen Beziehungen, Marketing und interkultureller Zusammenarbeit verantwortet. Mit über 13 Jahren Berufserfahrung war sie zuvor mehr als sieben Jahre als Konsularbeamtin am selben Konsulat tätig, wo sie konsularische Dienstleistungen mit hoher politischer Sensibilität und bürgerorientierter Unterstützung leitete. Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete sie als Forscherin bei GAPCon, einer akademischen und zivilgesellschaftlichen Initiative zur internationalen Konfliktprävention, sowie als Geschäftsführungsassistentin bei Levy & Salomão Advogados und sammelte dabei Erfahrung in internationalen Beziehungen, Konfliktanalyse und Managementunterstützung auf Führungsebene. Parallel zu ihrem Berufsweg engagiert sie sich seit über zwei Jahrzehnten ehrenamtlich bei UNICAR, wo sie Kindern und Jugendlichen Capoeira unterrichtet. Sie hat einen MBA in Marketing von der Fundação Getulio Vargas sowie einen Bachelor in Internationalen Beziehungen von der Universidade Candido Mendes.
Chile | Paula Salvo del Canto
Paula Salvo del Canto ist Menschenrechtsanwältin mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Förderung und dem Schutz von Menschenrechten in öffentlichen Institutionen, privaten Organisationen und NGOs. Derzeit ist sie Direktorin der Corporación Humanas und für die Amtszeit 2024–2030 Mitglied des Rates des Nationalen Instituts für Menschenrechte (INDH) in Chile. In dieser Funktion berät sie strategisch im Bereich internationales Menschenrecht und arbeitet mit nationalen und internationalen Menschenrechtsgremien zusammen. Ihre berufliche Laufbahn umfasst zudem Tätigkeiten als Anwältin beim Observatorio Ciudadano, externe Beraterin und Fachexpertin für Menschenrechte sowie juristische Beraterin des Vorstands und der Direktion des INDH. Sie hat Rechts- und Sozialwissenschaften an der Universität von Chile studiert, wo sie sich auf Menschenrechte spezialisierte.
Kolumbien | Olga Amparo Sánchez
Olga Amparo Sánchez ist Forscherin, Sozialarbeiterin und Aktivistin mit fortgeschrittener Ausbildung in Bevölkerungsstudien und höherem Staatsmanagement sowie mit Erfahrung in der Hochschullehre in den Bereichen Forschung, Public Policy und soziale Entwicklung. Sie hat zudem mehrere Forschungsarbeiten, Essays und Artikel zu Frauenrechten, Frieden und Militarismus verfasst. Von 1995 bis 1998 war sie Nationaldirektorin für Geschlechtergleichheit von Frauen und vertrat die kolumbianische Regierung in verschiedenen internationalen Foren, darunter die Interamerikanische Frauenkommission bei der OAS in Washington, die UNESCO-Konferenz zum menschlichen Genom in Paris und das Andenparlament in Venezuela. Zwischen 1994 und 1995 bekleidete sie außerdem das Amt der Vizepräsidentin des Nationalen Planungsrates.
Deutschland | Johanna Pieper
Johanna Pieper ist eine deutsch-peruanische Forschungsstipendiatin und Doktorandin in Politikwissenschaft am GIGA Institut für Lateinamerika-Studien in Hamburg. Am GIGA Institut gehört Johanna zu einem Forschungsteam, das sich mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, vor allem gegen häusliche Gewalt im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, in Lateinamerika beschäftigt. Zu ihren weiteren Forschungsschwerpunkten gehören politische Maßnahmen gegen Kinderarbeit und soziale Schutzmechanismen für Kinder und informelle Arbeiter*innen in Lateinamerika.
Dominikanische Republik | Julissa Jiménez
Julissa Jiménez ist eine dominikanische Marketingspezialistin und Juristin. Sie war Präsidentin des Dominikanischen Verbands der Unternehmerinnen (ADME) im Zeitraum 2022–2024 und ist derzeit Geschäftsführerin des Nationalen Handelsrats für Lebensmittelversorgung (CNCP), wobei sie die erste Frau ist, die dieses Amt in 23 Jahren innehat. Sie ist Präsidentin des Rats ehemaliger ADME-Präsidentinnen, Präsidentin von CODOPYME, Mitglied des Nationalen Unternehmer*innennetzwerks, Vizepräsidentin für Sozialpolitik am Global Institute Digital Competitives und externe Beraterin der Innovati-Stiftung. Sie hat die Dominikanische Republik bei den Vereinten Nationen und bei der IILA in Italien vertreten. Ihr Führungsstil wurde im Laufe ihrer Karriere von nationalen und internationalen Organisationen anerkannt, darunter von FIFA für ihre Rolle bei der U-17-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, Dinero Mujer und vom Magazin Forbes, das sie als eine der 50 mächtigsten Frauen der Welt für ihre wirtschaftliche und soziale Führungsarbeit auszeichnete. Sie besitzt Masterabschlüsse in Strategie und Führung sowie in Regierung, Public Management und lokaler Entwicklung.
Ecuador | Dr. Ingrid Pilar Rassa Parra
Dr. Ingrid Pilar Rassa Parra ist Juristin, promovierte Rechtswissenschaftlerin, zertifizierte Mediatorin und Senior-Expertin für Menschenrechte mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in Wahlgerechtigkeit, öffentlichem Recht und im Schutz der Rechte von Frauen in Ecuador. Sie hatte mehrere Führungspositionen inne, darunter Koordinatorin und Rechtssekretärin beim Obersten Wahlgericht, Parlamentsberaterin, Technische Rechtsdirektorin des Nationalen Frauenrats (CONAMU), Nationale Direktorin für vorrangige Betreuung und Freiheiten bei der Ombudsstelle sowie zuletzt Geschäftsführerin des Mediationszentrums der Anwaltskammer von Pichincha. Ihre Fachkompetenz vereint Prozessführung, Mediation, Gesetzgebungs- und Politikberatung mit einer Geschlechterperspektive, gestützt durch Lehrtätigkeiten im Bereich Menschenrechte sowie umfassende Weiterbildung und Veröffentlichungen zu geschlechtsspezifischer Gewalt, politischer Teilhabe und institutionellen Rahmenbedingungen des Menschenrechtschutzes.
Guatemala | Sonia Acabal
Sonia Acabal ist Menschenrechtsverteidigerin und Mitglied des Netzwerks gegen Gewalt gegen Frauen (Red de la No Violencia contra las Mujeres) RED-NOVI, ein Zusammenschluss von Frauenrechtsorganisationen in Guatemala. Das Netzwerk wurde nach der Ermordung der Aktivistin Dinora Pérez am 19. April 1991 gegründet. Das Netzwerk entwickelt Programme und fördert verstärkte Koordination zwischen verschiedene Frauenrechtsorganisationen.
Mexiko | Mayra López Pineda
Mayra López Pineda ist eine zapotekische Anwältin vom Isthmus von Tehuantepec und hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Juristischen Fakultät der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) und einen Master in Public Policy and Gender von der Lateinamerikanischen Fakultät für Sozialwissenschaften, Mexiko (FLACSO). Derzeit ist sie Koordinatorin für Advocacy und Transparenz im Programm Recht auf Information der Organisation ARTIKEL 19, im Büro für Mexiko und Zentralamerika. Sie arbeitet seit mehr als 12 Jahren mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Begleitung von Opfern von Menschenrechtsverletzungen. Außerdem war sie als unabhängige Beraterin für verschiedene nationale und internationale Organisationen in den Bereichen Menschenrechte, Gewalt gegen Frauen, Rechte indigener Völker und Gemeinschaften, öffentliche Sicherheit und Zugang zur Justiz tätig und beriet den Bundeskongress. Darüber hinaus hat sie mehrere Workshops, Kurse und Diplomkurse zu Menschenrechten, Gender und Justiz sowie zu den Rechten indigener Völker sowohl für die breite Öffentlichkeit als auch für Regierungsstellen in verschiedenen Teilen des Landes gegeben.
Paraguay | Silvia López Safi
Silvia López Safi ist promovierte Juristin, Universitätsprofessorin und Forscherin mit Spezialisierung in Geschlechtergleichstellung, Familienrecht sowie Rechte von Frauen, Kindern und Jugendlichen. Sie ist Direktorin des Generalsekretariats für Genderfragen der Justiz Paraguays unter dem Obersten Gerichtshof und leitet dort seit über einem Jahrzehnt die Umsetzung von Gender-Mainstreaming-Strategien. Zudem ist sie Präsidentin der Stiftung „Justicia y Género Paraguay – Cono Sur“ und langjährige Dozentin an der Nationalen Universität von Asunción, der Amerikanischen Universität von Paraguay und der Justizschule Paraguays. Mit einem Doktortitel in Strategischer Nationaler Verteidigung, Entwicklung und Sicherheit gilt sie als anerkannte regionale Referenz in den Bereichen Gendergerechtigkeit, juristische Ausbildung und institutionelle Reform.
Trinidad und Tobago | Asiya S. Mohammed
Asiya S. Mohammed ist CEO von Conflict Women, einem Sozialunternehmen, das Überlebenden von Vergewaltigung und häuslicher Gewalt in Trinidad und Tobago, Jamaika und Barbados Einkommen, Schulungen und Mikrokredite bietet. Sie ist auch Empfängerin des Commenwealth Point of Light Preises, verliehen durch Königin Elisabeth II, und TEDx Sprecherin. Zuvor arbeitete sie bei UNICEF in Genf und im Außenministerium von Trinidad und Tobago. Sie hat einen Masterabschluss in Vergleichender Politikwissenschaft (Märkte und Politik) von der London School of Economics and Political Science sowie einen Bachelorabschluss in Internationalen Beziehungen von der Lehigh University.
Uruguay | Florencia Pagola
Florencia Pagola ist Autorin und freiberufliche Journalistin mit einem Abschluss in Kommunikationswissenschaften (FIC/UDELAR). Sie hat mit zahlreichen digitalen Medien und Menschenrechtsorganisationen in ganz Lateinamerika zusammengearbeitet. Derzeit schreibt sie für La diaria und das Pikara Magazine und arbeitete zuvor für Distintas Latitudes. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Menschenrechte, Genderfragen und Frauenrechte sowie narrativer Journalismus und Chroniken. Sie hat an Journalismus-Workshops unter der Leitung von Leila Guerriero und Marcela Turati teilgenommen und koordiniert aktuell das unabhängige Medienportal Kaja Negra.